Die Ablichterei-Fotobücher

Fotobücher Ablichterei 2016 - 2021 ©Claudia Spieß

Ein Ablichterei-"Brauchtum"

Seit 2016 gibt´s die ABLICHTEREI, und seit 2016 mach ich jährlich Fotobücher mit Fotos, die übers Jahr entstanden sind.

Jährlich? Naajaaaaa… manchmal können da auch schon ein paar Tage *zwinker-zwonker* vergehen, bis ich mich mal dazu setz. Aber so schlimm wie diesmal war´s noch nie. Da war ein Eintrag in meiner ToDo-List: „Fotobuch 2019“. Ende 2020 wurde der Eintrag umbenannt auf „Fotobücher“ und enthielt zwei Unterpunkte: Fotobuch 2019 und Fotobuch 2020.

Als ich grad drauf und dran war, den Unterpunkt „Fotobuch 2021“ dazu zu schreiben, hab ich mich dann doch hin gesetzt und bin die Fotos der letzten drei Jahre durchgegangen. Die Auswahl ist jedes Jahr eine kleine Herausforderung, aber es zahlt sich aus.

Wozu?

Es gibt unzählige Gründe, warum man Fotobücher gestaltet. Die für mich wichtigsten verrat ich euch mal.

  1. Erinnerungen! Oder auch eine Stütze für´s Gehirn. Man kann sich einfach nicht immer an alles erinnern (ich schon gar nicht!). Deshalb sind diese Fotobücher auch in erster Linie nur für mich. Meine Rückblicke, meine „Aha“-Momente beim Durchblättern, meine Erinnerungen an schöne Shootings, an lustige Geschehnisse, an atemberaubende Momente.
  2. Aber ja – nicht nur ausschließlich für mich. Es ist schön, wenn man auf die Schnelle mal was herzeigen kann und dazu mal nicht das Handy in die Hand nehmen muss. Wenn ihr sie mal sehen wollt, müsst ihr mich also schon treffen 😉
  3. In meinen Fotos seh ich Veränderungen und vor allem Entwicklungen, die sich über die Jahre und oft auch innerhalb eines Jahres getan haben.

Digital vs. Print

Und dann noch ein ganz besonders wichtiger Aspekt. Der Wert gedruckter Fotos. 

Ich hab ja den Eindruck, dass diese Wertigkeit ein wenig verloren ging in den letzten Jahren oder Jahrzehnten, seit die Digitalfotografie aufgekommen ist und man mittlerweile mit jedem Handy gute Fotos machen kann. Trotzdem… versucht es mal: Lasst ein Foto ausarbeiten. Ob Fotobuch oder als einzelnes Bild, das dann eine Wand in eurer Wohnung oder eurem Haus ziert. 

Falls ihr ähnlich gestrickt seid wie ich, dann ertappt ihr euch dabei, wie ihr immer wieder davor steht und es anseht. Immer und immer wieder. 

Für mich als Fotografin ist es nochmal interessanter, wenn man dann ein Foto, das man selbst gemacht, dann bearbeitet und optimiert hat, und dann das fertige Ergebnis auf Papier (wenn möglich, einem besonderen, kein 0815-Fotopapier) in Händen hält. 

  1. Geprintete Fotos oder auch Fotobücher nehm ich öfters zur Hand als dass ich mich an den PC setz und Fotos durchseh. Geprintet ist einfach ganz was anderes als „nur“ digital.
  2. Und vor allem: Es sind Fotos! Fotos gehören gedruckt! Und Fotos gehören immer wieder angesehen!

Foto-Rückblicke

In meinen Fotobüchern finden sich also meine „Jahres-Foto-Rückblicke“. Da sind Momentaufnahmen drin, wenn ich irgendwo unterwegs war, und natürlich auch Fotos von Aufträgen und freien Projekten. – Ein Sammelsurium quer durch meine Foto-Datenbank also.

Drucken lass ich die Bücher übrigens bei blurb. Ich mag das Format und das Papier, das da angeboten wird. Außerdem haben die immer wieder Super-Angebote, wo ich als Angebots-Junkie sowieso zuschlagen MUSS!

Ein Mensch? Und... eine Katze?

Woah, Moment. Da ist eine Katze dabei!! Und ein Mensch! Wie ist das passiert? 

Der Mensch… In diesem Fall Angelika: Bloggerin und somit Herausgeberin des Reiseblogs wiederunterwegs.com. Sie hat mich gerufen, als sie aktuelle Fotos von sich und auch gemeinsam mit ihrem vierbeinigen Kumpel Coffee brauchte. 

Tipp an dieser Stelle: Schaut mal rein. Superduper-Tipps rund um Reisen, Ausflüge, Kultur. Mit und auch ohne Hundebegleitung 😉

Und die Katze? Naja, das war eigentlich eine Hunde-Fotosession, aber da sind auch zwei Katzen rumgelaufen. Also, hab ich auch die mit der Kamera eingefangen. 

Uuuuuuund… „hunde. menschen. teams.“ schließt das ja alles mit ein. Hunde – klar. Menschen – klar. Hund-Mensch-Teams – sowieso. Und wenn nun mal eine Katze mit zum Team gehört, wird sie natürlich nicht ausgeschlossen 😉 

Ein Blick auf die Weiterentwicklung

Jeder Mensch entwickelt sich über die Zeit weiter. Gut, vielleicht nicht jeder. Aber ich kann mit Stillstand gar nix anfangen. Ich brauch das, dass sich immer was tut. Ich bin neugierig auf Neues, ich geh auf Gelegenheiten ein und ich probier auch gern mal was aus. Weiterentwicklung eben. Ob das die persönliche oder die berufliche Weiterentwicklung und Veränderung angeht, ist dabei wurscht. Hauptsache, die Räder drehen sich und ich bleib nicht wie verwurzelt an einem Platz stehen.

Die Erkenntnisse

Und was waren so meine Erkenntnisse über die Jahre? 2016 war geprägt von meinem Faible für Schwarz-Weiß-Fotos und auch einiges an Streetphotography. Meine Schwerpunkte hab ich damals auch in meinem „Slogan“ gepackt: „people. stories. emotions“.
Ich fand alles, was mit Menschen zu tun hatte, einfach super-spannend. Ich wollte Geschichten erzählen und Gefühle hervorrufen.

Das zog sich auch lange so durch, bis es bei der ABLICHTEREI zu hundeln begann. Wohl auch durch Bogey, meinen Superwuff, der 2018 zu mir gekommen ist. 2020 hat sich´s schon sehr stark abgezeichnet, bis es 2021 wirklich klar war. Meine Schwerpunkte in der Fotografie haben sich verschoben. Wie ihr lesen könnt, lautet der Slogan und somit auch der Untertitel des 2021er-Fotobuchs „hunde. menschen. teams“.

2022 - wie wird’s aussehen?

Ehrlich, darauf bin ich selbst schon gespannt. Es tut sich einiges, es brodelt… 1.000 Ideen, die darauf warten, ausprobiert zu werden (einiges davon läuft schon nebenher).

Was ich mit Sicherheit sagen kann: Es kann sein, dass sich einiges ändert. Es kann sein, dass sich alles ändert. Die Hundefotografie wird bleiben, das steht fest. Dazu hab ich sie einfach viel zu lieb ❤️
Trotzdem merk ich grad wieder (auch ohne Check im noch nicht vorhandenen Fotobuch 2022), dass sich viele neue Themen bei mir auftun, die eventuell oder sogar sehr sicher eine ganz neue Richtung für mich bedeuten. Also, bleib ich dran und seh, was das noch so junge Jahr für mich bereithält. 

Wir werden ja sehen, wie der Slogan am 2022-er Buch dann lauten wird. 😉